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Die Lehre vom guten Leben und Lieben

Die Lehre vom guten Leben und Lieben

„Erziehung sollte dazu dienen, den höchstmöglichen Standard an Lebensqualität zu erreichen. Sie sollte die Kunst, zu leben und zu lieben lehren. Sie sollte die Menschen lehren, in ihrem Tun total zu sein, die Chance des Lebens zu nutzen, ohne irgendetwas auszulassen, jeden Tropfen Saft, den das Dasein zu geben hat, aus ihm herauszuquetschen … Ein Training fürs Leben, ein Training für die Liebe…“ (Osho)


Ein Diskursauszug, der vor mehr als 30 Jahren den Impuls gab, ein Training zu entwickeln, das lehrt, was konventionelle Erziehung allzu oft versäumt: Nämlich das Leben zu leben und zu genießen. Zwar hat sich in den vergangenen drei Jahrzenten im Bereich Erziehung durchaus etwas getan – die Kunst zu leben und zu lieben fehlt jedoch nach wie vor in den Lehrplänen. Und so trifft das „Training for Life“ auch heute noch den Nerv der Zeit bzw. auf Bedarf und Sehnsucht. 
Ein Gespräch mit den Therapeuten Anando Würzburger und Samarona Buunk, die das „Training for Life“ in seiner heutigen Form gemeinsam entwickelten und anleiten. 

Was macht das Training nach wie vor so aktuell? 
Der Prozess entspricht einem existenziellen Bedürfnis bzw. Anliegen vieler Menschen. Die meisten von uns sehnen sich nach einem guten Leben, nach Liebe, insgesamt nach Lebensqualität. Allerdings haben wir weder gelernt, was das genau bedeutet, noch wie das funktioniert. Und so suchen wir nach etwas, was unser Leben schöner und glücklicher macht. Etwa Bestätigung und Anerkennung durch unsere soziale oder berufliche Stellung, eine Familie, die sich vorzeigen lässt, vermeintliche Sicherheit durch ein gut gefülltes Konto, ein schickes Auto oder eine feudale Wohnung. Doch ist es wirklich das, worum es geht und was uns glücklich macht?
Perfider Weise denken wir oft: Ja! Das tun wir genau so lange, diese Ziele noch nicht erreicht sind. Man könnte meinen, dass Ziele wie diese wichtige Visionen sind, die uns antreiben und weiterbringen. Und antreiben lassen wir uns davon ja auch tatsächlich. Perfide ist, dass solche Ziele nicht statisch sind. Während wir versuchen, sie zu erreichen, wachsen sie, verändern Größe, Form und Position. Und so hetzen wir etwas entgegen, was wir nie erreichen werden bzw. wird ein Ankommen nie mehr als ein unzufriedenstellender Zwischenstopp sein. Wir müssen weiter, dorthin, wohin sich unser Ziel verschoben hat. Auf diese Weise halten wir Glück und Zufriedenheit immer auf sicherem Abstand. Eine Dynamik, die Osho mit folgendem Bild treffend veranschaulichte: Unser Verstand ist wie ein Esel, der vor seiner Nase eine Karotte sieht und versucht sie zu erreichen. Die hängt jedoch an einer Angel, die er auf seinem Rücken trägt. Er müht sich redlich und rennt und rennt… ein aussichtsloses Unterfangen. Nicht nur weil er die Karotte so nie erreichen wird, selbst wenn, würde es sein Leben nicht nachhaltig glücklicher machen.

Was hält das Training for Life dieser Dynamik, diesem Kreislauf entgegen?

Das Training bietet zunächst einmal Raum, inne zu halten, diesen Kreislauf zu beobachten und der Dynamiken gewahr zu werden. Was uns im unreflektierten Alltagsstress antreibt, ist vor allem Zuspruch von außen, von Familie, Freunden, Vorgesetzten etc. Das Training bietet die Möglichkeit, losgelöst von Alltagsanforderungen und Rollen zu schauen: Wer bin ich wirklich, was macht mich aus? Es ist gewissermaßen eine Schatzsuche. Es geht um das Entdecken und Heben der Schätze, die wir in uns tragen, im Alltags- und Verbesserungswahn jedoch nicht sehen oder nicht wertschätzen. Es geht um unsere wahre Natur, um Selbstwert, Freiheit, Mut, Vertrauen, Liebe und Einfach-so-sein. 
Bei jedem Abschnitt wird ein neuer Schatz geborgen, was uns mehr und mehr bei uns selbst ankommen lässt. Die gemeinsame Arbeit in der Gruppe spielt dabei eine besondere Rolle. Denn durch Interaktion und Erfahrungen können wir leichter lernen und vor allem auch verinnerlichen und unvoreingenommene Begegnungen und Austausch lassen uns gemeinsam und jede und jeden für sich ankommen und wachsen.

„Training for Life – Die Kunst zu leben und zu lieben“ startet am 14.02.2020. Das Training ist in sechs thematische Abschnitte unterteilt, die sich auch einzeln buchen lassen. Weitere Informationen zum Training gibt es hier

Über das Therapeutenteam: 

Anando Würzburger ist seit 1982 Mitglied des UTA Therapeutenteams. Sie ist u. a. ausgebildet in psychologischer Beratung, Somatic Experiencing (SE)®, Shiatsu, Katsugen Undo, Oshos Meditativen Therapien sowie Atemtherapie. Sie entwickelte die Hara Awareness® Massage, bildet in humanistischer spiritueller Therapie sowie in Meditations- und Entspannungsmethoden aus.

Samarona Buunk studierte Psychologie und Philosophie. Er ist Heilpraktiker (Psychotherapie) und u. a. ausgebildet in psychologischer Beratung, DeHypnotherapie, Dynamischer Körpertherapie, Primärtherapie, Tantra, Systemischer Paartherapie, Rebalancing, Training in Diamond Work bei A.H. Almaas und Faisal Muquaddam. Seit 1980 ist er Schüler Oshos. Samarona leitet Seminare und Trainings in Dynamischer Körpertherapie, Paartherapie, Tantra und Humanistischer Psychotherapie. Er gehört zum Therapeutenteam des Osho UTA Instituts und der UTA Akademie.

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