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Diskurse

Was ist der Unterschied zwischen sich selber leer machen und sich zu verleugnen?

von Osho

Frage an Osho:

"Kannst du uns bitte erklären, was der Unterschied ist zwischen sich selber leer machen und sich zu verleugnen? Und was wird bei der Auflösung aus unserer Individualität?"

Osho:

"Der Vorgang sich selbst leer zu machen und der Vorgang der Selbstverleugnung haben nichts miteinander gemein. Sie sind nicht nur verschieden, sondern geradezu konträr. 
Wer sich selbst leer macht, gewinnt an Individualität, mehr und mehr Individualität. Sich selbst leer zu machen heißt, sich von allem zu befreien, was die Persönlichkeit ausmacht.
Die Persönlichkeit ist eine Farce, sie ist eine Maskerade, sie besteht aus dem, was dir die Gesellschaft mitgegeben hat. Die Persönlichkeit wird dir von außen übergestülpt wie eine Maske. Deine Individualität ist dein eigentliches Wesen. Deine Individualität ist das, was du mit auf die Welt bringst, deine Individualität ist die Mitgift Gottes. Deine Persönlichkeit stößt ab, weil sie unecht ist. Und je mehr Persönlichkeit du hast, desto weniger Wachstum ist möglich für deine Individualität. Die Persönlichkeit will nach und nach deinen ganzen Raum besetzen. Sie ist wie ein Krebsgeschwür. Sie wächst immer weiter, ergreift völlig Besitz von dir. Sie gönnt deiner Individualität nicht den geringsten Spielraum. Du musst deine Persönlichkeit aufgeben, damit deine Individualität existieren kann. 
Die Individualität hat nichts mit dem Ich zu tun; sie ist reines Da-sein, es steckt keinerlei Spur von Ich in ihr. Die Persönlichkeit besteht nur aus dem Ich: es steckt keine Spur von Sein in ihr. Die Persönlichkeit ist aggressiv, gewaltsam, herrschsüchtig und politisch. Die Individualität ist still, liebevoll und mitfühlend: sie ist religiös.
Sich selber leer zu machen heißt, allen Inhalt ausräumen – so wie man alles Gerümpel aus einem Zimmer wirft, das sich dort mit den Jahren angehäuft hat. Wenn dann das Zimmer von allen Möbeln und allem Zeugs befreit ist, hast du damit nicht das Zimmer zerstört, keineswegs; du hast es geräumiger gemacht, seinen Raum mehr zur Geltung gebracht. Wenn alle Möbel raus sind, kommt der Raum zur Geltung, erscheint der Raum! Sich selbst zu verleugnen heißt, das Zimmer selbst zu zerstören – den eigentlichen Raum deines Seins zu zerstören, ja die ganze Einzigartigkeit deiner Existenz zu zerstören, die Mitgift Gottes zu zerstören. Dich selbst zu verleugnen heißt, dich zum Sklaven zu machen.
Individualität macht dich zum Hausherrn; sie macht dich ausgesprochen authentisch, geerdet, verwurzelt. Sie verleiht dir Substanz; du bist nicht mehr der Stoff, aus dem die Träume sind. Sie macht dich solide, sie macht dich klar, transparent, sehend. Sie macht dir die Schönheit der Existenz bewusst, sie macht dir bewusst, wie schön alles ist. Dich selbst zu verleugnen zerstört dich, ist Selbstmord. Du machst damit nicht etwa deine Persönlichkeit kaputt, sondern deine ganze Einmaligkeit. Du wirst immer mehr schattenhafter, statt handfester zu werden. Du wirst zu einem Sklaven. 

Und die Ironie ist, dass du, wenn du dich auslischst, dein Ich behältst. Jetzt wird es sich ganz winzig machen – so versteckt, dass es praktisch nicht mehr auffindbar ist. Jetzt wird es sich demütig stellen, als wäre es ein Niemand, so unscheinbar. Aber sein Anspruch wird bleiben; es wird sagen: „Seht her, ich habe mich ausgelöscht: Ich bin nicht gar mehr da!“ 
Aber wenn du sagst: „Ich bin nicht gar mehr da!“, bist du da – wer sonst behauptet da: „Ich bin nicht gar mehr da!“? 
Ein so genannter Heiliger wurde einmal gefragt: „Bist du Gott?“
Er erwiderte: „Nein“, aber fügte sofort hinzu: „Die Sonne geht jeden Morgen auf, aber nie verkündet sie: „Ich bin die Sonne!“
Damit will er stellvertretend sagen: „Ich bin zwar Gott – aber wie die Sonne, die jeden Morgen aufgeht, brauche ich nicht erst zu erklären, dass ich Gott bin.“
Ich riet dem Mann, der mir davon erzählte: „Geh zurück zu diesem Scheinheiligen und sag ihm, dass die Sonne auch nicht „Ich bin nicht die Sonne“ sagt; die Sonne sagt weder „Ich bin die Sonne“, noch „Ich bin es nicht“. Aber nicht deshalb, weil die Sonne erleuchtet ist, sondern weil sie nicht reden kann! Könnte sie reden, hätte sie sich auf tausenderlei Art und Weise zu erkennen gegeben. Tatsächlich tut sie das längst und verkündet: „Ich bin da!“ Sie verkündet es en Blumen, den Vögeln; sie verkündet überall: „Ich bin da!“

Krishnamurti wurde einmal gefragt: „Warum redest du immerzu weiter?“
Er erwiderte: „Es liegt mir einfach zu reden.“ Und weiter: „Ich rede genauso wie die Blume ihren Duft verströmt.“
Die Blume kann nicht reden, sie hat ihre eigene Sprache: sie spricht, indem sie duftet. Die Sonne kann nicht reden, aber das Licht, das sie von ihr ausströmt, ist ihre Art, die Tatsache zu kommunizieren: „Ich bin da, ich bin erschienen.“
In Japan gibt es das Sprichwort: „Blumen reden nicht.“ Dies Sprichwort ist durch und durch falsch – sie reden wohl. Natürlich nur in ihrer eigenen Sprache. Ein Tibeter spricht seine Sprache; würdet ihr sagen, dass er nicht redet? Der Chinese spricht seine eigene Sprache; würdet ihr sagen, dass er nicht redet? Nur weil ihr nicht versteht, würdet ihr sagen, er spricht nicht? Der Chinese spricht seine eigene Sprache, so wie die Sonne, so wie die Blumen, so wie die Tiere, die Vögel, die Steine. Die ganze Welt bringt sich in Millionen von Sprachen zum Ausdruck. 
Aber der Demütige gibt zu verstehen: „Mich gibt es nicht. Ich habe kein Ich, ich habe mich ausgelöscht.“ Aber wer sagt das alles? Wer sich selber leer gemacht hat, würde nie so etwas sagen! Im Gegenteil, er wird sagen: „Ich bin da, und zwar um allerersten Mal überhaupt. Aber jetzt bin ich in meinem „Ich bin“. Das Ich ist nur eine linguistische Krücke, ein Notbehelf. Existenziell gibt es nur Bin-igkeit.“
Und hieran kannst du beurteilen, ob du dich selber leer machst oder dich auslischst. Wenn du dich leer machst, wirst du immer seliger werden – weil du immer geräumiger werden wirst. Du wirst immer offener für Gott und für Gottes Lebensfeier werden. Du wirst dich zusehends für die Existenz öffnen ¬– mit all ihren Freuden und all ihren Segnungen.
Aber wenn du dich selbst auslischst, wirst du nur immer trauriger und beschwerter werden, wirst du immer mehr zum Langweiler und Scheintoten werden – denn Selbstauslöschung ist nichts als ein langsamer Selbstmord. Davor hüte dich. Und du musst aufpassen, höllisch aufpassen, weil sich das beides ähnelt. Die wahre Gefahr beim spirituellen Wachstum rührt nicht von Dingen her, die ihm diametral entgegengesetzt sind, sondern sich gleichen wie ein Ei dem andern. 
Die wahre Gefahr rührt von Dingen auf, die gegensätzlich erscheinen; die wahre Gefahr entsteht bei Dingen, die scheinbar nicht gegensätzlich sind; und doch sind sie Gegenspieler.
Der wahre Gegensatz zum Hass ist nicht die Liebe, der wahre Gegensatz zur Liebe ist nicht der Hass – der ist so unverkennbar, dass sich niemand täuschen wird. Der wahre Gegensatz zur Liebe ist die Scheinliebe – die Liebe, die vorgibt Liebe zu sein, es aber nicht ist. Da muss man Acht geben.

Der wahre Gegensatz zum Mitgefühl ist nicht die Wut. Der wahre Gegensatz zum Mitgefühl ist vorgespieltes Mitgefühl, also eines, das gar nicht in dir ist, sondern nur in deiner Rolle, ein Mitgefühl, dass du dir von außen aufgesetzt hast. 
Der wahre Gegensatz deines Lächelns sind nicht Tränen, sondern ein aufgesetztes Lächeln, ein Lächeln, das dir schon auf den Lippen erstirbt, das pure Lippengymnastik ist. Kein Herz steckt darin, kein Gefühl steht dahinter. Da steckt niemand dahinter, das Lächeln ist lediglich ein erlernter Trick. Das Weinen steht nicht im Gegensatz zum Lächeln, sondern sie ergänzen einander. Aber das falsche Lächeln ist sein wahrer Gegensatz.
Vergiss nie: Das Unwahre ist der Feind des Wahren. Wenn dein Lächeln wahr ist und dein Weinen wahr ist, sind sie Freunde, werden sie einander helfen, da beide die Wahrheit deines Daseins bestärken werden. Aber auch dann, wenn dein Weinen falsch ist und dein Lächeln falsch ist, sind sie Freunde; sie bestärken deine Falschheit, deine Persönlichkeit, deine Maske. 
Der Streit findet zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen, Vorgegebenen statt. Sich selber leer zu machen hat ungeheuren Wert, aber dich zu verleugnen ist gefährlich. Dich selbst zu verleugnen ist eine List des Ich – da will das Ich durchs Hintertürchen wieder hereinkommen.
Und natürlich wird es dich immer ernster machen. Darum wirken eure so genannten Heiligen so ernst. Sie sind nicht ohne Grund ernst. Der Grund ist der, dass sie eine Demut behaupten, die in Wirklichkeit gar nicht da ist. Und etwas zu behaupten, das in Wirklichkeit gar nicht da ist, ist Schwerarbeit, hart. Man muss ständig auf der Hut sein. Der kleinste Ausrutscher hier und da, und die Wirklichkeit kommt zum Vorschein und wird dir alles kaputtmachen, was du so lange aufrechterhalten hast sie wird dein Ansehen zerstören. 

Alles, was man aufrechterhalten muss, macht dich ernst und traurig und zutiefst besorgt, in flagranti ertappt zu werden, bei deiner Verlogenheit erwischt zu werden. Du wirst die Menschen fliehen, wenn du innerlich verlogen bist. Du wirst niemandem erlauben, dir  zu nahe zu kommen, mit dir vertraut zu werden, denn die Vertrautheit birgt die Gefahr, dass der Freund etwas zu sehen bekommt, was Fremde nicht sehen können. Du wirst dir die Menschen vom Hals halten; du wirst vor ihnen weglaufen und das Weite suchen. Du wirst mit ihnen nur förmlich verkehren, aber dich nicht wirklich beziehen, weil dich wirklich zu beziehen bedeuten würde, dich zeigen zu müssen. 
Daher haben sich eure so genannten Heiligen in die Klöster verkrochen. Sie taten es nur aus Angst. Blieben sie auf dem Marktplatz, würde man sie durchschauen. Man würde entdecken, dass sie betrügen, dass sie täuschen, dass sie Heuchler sind. In den Klöstern können sie ihre Heuchelei aufrechterhalten, und dann wird sie niemand je aufdecken können. Und zudem befinden sich dort andere Heuchler, und gemeinsam können sie ihre Verschwörung leichter beibehalten, als das jeder einzelne Heuchler je selber könnte.  
Klöster sind für Eskapisten entstanden. Aber man kann selbst in der Welt wie ein Mönch leben, sich von den Menschen fernhalten, ohne irgendwem Zutritt in sein Inneres zu gewähren oder sich je zu öffnen, je einen Menschen erkennen zu lassen, wer man innerlich wirklich ist, ohne anderen je in die Augen zu schauen, fremde Blicke meidend, immer zur Seite sehend. Und immer in Eile, damit alle wissen, dass du so beschäftigt bist, dass du gar nicht die Zeit hast, Hallo zu sagen oder jemandem die Hand zu geben, sich mal entspannt zu jemandem zu setzen. So beschäftigt bist du, immer auf Achse…
Du wirst dir selbst die vom Halse halten, die dir nahe stehen – deinen Mann, deine Frau, deine Kinder… auch mit ihnen verkehrst du nur formal, in einer institutionellen Beziehung. Auf die Art ist die Ehe zur Institution geworden. Es ist wirklich abstoßend, etwas so ungemein Schönes zur Institution verkommen zu sehen. Kein Wunder, wenn alle so unglücklich dreinschauen. Wenn ihr in Institutionen lebt, kann es euch nur schlecht gehen. 

Du fragst mich: „ Kannst du uns bitte den erklären, was der Unterschied ist zwischen sich selber leer machen und sich zu verleugnen? Und was wird bei der Auflösung aus unserer Individualität? ”

Sich zu verleugnen ist typisch fürs Ich, sich selber leer zu machen setzt Einsicht voraus. Indem du dich leer machst, erkennst du ganz einfach nur, wie dein Ich funktioniert – und in dieser Erkenntnis verschwindet dein Ich ganz von selber. Du gibst es nicht etwa auf, denn das brauchst du auch gar nicht. Du bekämpfst es nicht. Es ist unauffindbar. 
Wenn du aufmerksam in dein Inneres siehst, mit dem Licht der Bewusstheit, kannst du dort kein Ich finden. Also stellt sich die Frage erst gar nicht, warum oder wie man sich verleugnen sollte. Da gibt es nichts zu verleugnen! Was ist, ist, und lässt sich nicht verleugnen. Und was nicht ist, ist nicht, somit braucht man es nicht zu verleugnen.
Sich leer zu machen heißt einfach nur, sich selbst zu erkennen. Und dann fangen viele Dinge an zu entfallen, denn du hast dich unnötiger Weise damit abgeschleppt. Von vornherein existieren sie nicht. Sie sind Gespenster, Alpträume: sie lösen sich ganz von allein auf, wenn man Licht hineinbringt. Sich leer zu machen ist ein meditativer Vorgang. Einfach nur ein tiefer Blick ins eigene Innere, ohne Voreingenommenheit, ohne eine vorfabrizierte Ideologie, weder pro noch contra, ein bloßes Hinschauen, und die Entrümpelung hat bereits eingesetzt. 
Und wenn du alle Inhalte entrümpelt hast – Gedanken, Begierden, Erinnerungen, Projektionen, Hoffnungen – wenn alles weg ist, wirst du dich zum allerersten Mal selber finden; denn du bist nichts anderes als dieser reine Raum, dieser jungfräuliche Raum in dir. Von gar nichts belastet… dieses inhaltslose Bewusstsein, genau das bist du! Indem man es sieht, es erkennt, ist man frei. Man ist Freiheit, man ist Freude, man ist Seligkeit… Aber sich selbst zu verleugnen ist gefährlich. Denn damit gehst du von der Existenz eines Ich aus, welches es nun auszulöschen gilt. Du gehst von einer Illusion aus, die du nunmehr zu zerstören gedenkst… Dein erster Schritt war ein Fehltritt. Du hast das Stück Strick vor dir für eine Schlange gehalten und versuchst jetzt, die Schlange zu töten. Das wird dir sehr schwer fallen. Du wirst die Schlange nie töten können, weil sie von vornherein gar nicht da ist. Du kannst auf den Strick eindreschen so viel du willst, aber was ist mit der Schlange? Die Schlange wird da bleiben. 
Sie existiert nur in deiner Einbildung; die Schlange existiert nicht da draußen, sonst hättest du sie töten können. Aber wie willst du eine Schlange töten, die es nicht gibt? Du kämpfst mit einem Schatten – und musst zwangsläufig unterliegen. 
Präge dir folgenden Grundsatz tief ein: Wenn du mit etwas Nichtvorhandenem kämpfst, wirst du unterliegen. Der Schein ist nicht zu besiegen, weil er unecht ist. Wie könntest du etwas Nichtexistenzielles besiegen? Völlig ausgeschlossen. Da bleibt dir nur: Bring Licht rein und sieh!
Ihi passiko, komm und sieh! Und durch dieses Hinsehen verblasst die Schlange. Der Strick ist da, die Schlange ist verschwunden. Nun gibt es keinen Grund mehr, dich auszulöschen, keinen Anlass mehr zu kämpfen. Es gibt Millionen Menschen, die versuchen demütig zu werden, aber ihre ganze Anstrengung ist unsinnig, reine Dummheit.
Ein Mann hat mich einmal gefragt: „Bist du ein Egoist oder ein demütiger Mensch?“
Ich erwiderte: „Weder noch, neti neti, weder dies noch das. Ich kann keins von beidem sein.“ 
Er sagte: „Wovon redest du? Man muss entweder ein Egoist oder ein demütiger Mensch sein.“ Ich darauf: „Du verstehst nicht. Du hast keine Ahnung, du bist noch nie nach innen gegangen. Der Demütige ist ein Egoist, der auf dem Kopf steht. Demut ist eine Ausdrucksweise des Ich. Ich bin weder noch. Ich bin einfach nur das, was ich bin, weder demütig noch egoistisch; denn ich habe erkannt, dass es kein Ich gibt. Wie könnte es also Demut geben?“ 
Bescheidenheit ist ein verwässertes Ego. Aber wenn es gar kein Ego gibt, wie könnte man es verdünnen? Wenn es keine Schlange gibt, wie könnte man der Schlange ihre Giftzähne ziehen?  Das ist, was Bescheidenheit ist.  Die giftigen Zähne wurden der Schlange entfernt. Nun kann die Schlange einem nichts mehr anhaben, nun kann die Schlange nicht beißen, nu kann die Schlange keinen Schaden mehr anrichten – aber die Schlange ist da.
Jene Zähne waren unecht, da die Schlange selbst unecht ist.
Buddha ist weder egoistisch noch bescheiden –  beides ist unmöglich für einen Mann der Erkenntnis. Nur der Unwissende kann egoistisch sein, demütig – beides sind Zeichen von Unwissenheit. Nur der Unwissende kann versuchen, sein Ego zu verleugnen ¬– schließlich erntet man ohne Ego hohes Ansehen! 
Wer sein Ego verleugnet, wird ein Heiliger; man gewinnt sehr viel Ansehen und Macht, wenn man sein Ego verleugnet; aber es ist dasselbe Spielchen – es hat sich nichts geändert.
Meine Botschaft an dich ist: Bitte verleugne dich nicht. Sei du selbst. Sieh in dein Inneres, und schon im Hinsehen löst sich dein Ego auf. Selbst zu sagen „Es löst sich auf“ ist nicht richtig: Das Ego ist unauffindbar, es hat nie existiert. Es  existierte nur deshalb, weil du nicht in dein Inneres geschaut hast. Schau hin, und es ist nicht mehr da – es hat es nie gegeben!
Und dann bist du nur noch Individualität, Einmaligkeit, ein einmaliger Ausdruck des Göttlichen. Und dann setzt ein großer Jubel ein: Du bist aufgeblüht, der Frühling ist da! Du fängst an zu tanzen, du beginnst zu singen. Eine grenzenlose Dankbarkeit steigt in dir auf – dafür, dass Gott dich zu einem einmaligen Individuum erschaffen hat. 
Es hat noch nie so jemanden gegeben wie dich, es gibt auf der ganzen Welt keinen anderen, der so ist wie du ¬– und es wird auch nie jemanden wie dich mehr geben. Erkennst du, wie viel Hochachtung dir Gott entgegengebracht hat? Du bist ein Meisterstück – unwiederholbar, unvergleichlich, absolut einzigartig. Selbst das härteste Herz, ein steinhartes Herz, wird nun in Dankbarkeit dahinschmelzen. Es wird Tränen vergießen, Tränen der Seligkeit und Freude, lachende Tränen.

Doch vergiss bitte nicht: Mach dich selbst leer, verleugne dich nicht.”


Aus: Book of Wisdom #7

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