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Die heilende Kraft der Selbstregulation 2018/19

Resilienz und Kontaktfähigkeit stärken

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Seminarbeschreibung

Lang andauernder Stress, unaufgelöste Traumata oder einschränkende Verhaltensmuster behindern die intelligenten, selbstregulativen Kräfte unseres Körpers und unserer Psyche.
In diesem Intensivseminar wird aufgezeigt, wie diese regulativen Kräfte wirken und wie sie im Alltag besser genutzt und gefördert werden können, um wieder angemessen und flexibel auf die Herausforderungen des Lebens reagieren zu können. Dabei werden eine körperbezogene Achtsamkeit und ein adäquater Kontakt mit sich und anderen von Bedeutung sein. Ebenso wichtig ist das Verstehen des wechselseitigen Zusammenspiels von körperlichem, emotionalem und psychologischem Erleben.
Wir werden verschiedene Themen untersuchen, die unsere Fähigkeit fördern, die körperlichen, kognitiven und energetischen Dimensionen von Selbstheilung zu entwickeln, sodass Körper und Geist wieder zu unserem Besten zusammenarbeiten können. Dann entfalten sich die selbstregulativen Kräfte in ihrer ganzen Fülle. Es entsteht ein Gleichgewicht im Fühlen und Denken, das es uns ermöglicht, schädigende Verhaltensmuster zu transformieren. Statt uns z. B. über das zuträgliche Maß hinaus abzulenken, wird es uns wieder möglich, uns selbst nahe zu sein und uns anzunehmen. Im Fluss sein zu können mit dem, was ist, bringt mehr Leichtigkeit und Mitgefühl in unser Leben.
Die Inhalte bieten wir in Form von Vorträgen, erfahrungsbezogenen dialogischen Partnerübungen, angeleiteten Meditationen, Selbsterforschung und körperbezogenen Übungen an.
Die Teilnehmer bekommen Werkzeuge und Unterlagen, die es ihnen ermöglichen, im Alltag auf die neu erlernten Fähigkeiten zurückzugreifen. Sie lernen, den eigenen Verlauf der Stressregulation und der Integration von Emotionen selbst in die Hand zu nehmen.

Voraussetzungen

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar. Für die Seminarreihe ist es empfehlenswert, die angegebene Reihenfolge einzuhalten.

Teilnahmevoraussetzung für  die Seminare "Angst als Freund" und "Beziehungsdynamiken": mindestens zwei Workshops der Selbstregulationsreihe oder Rücksprache mit Anando oder Michael.

Seminar - und Terminübersicht

Regulation und Resilienz – Ressourcen finden und inneren Halt entwickeln
14. - 16. Dezember 2018 mit Michael oder
01. - 03. Februar 2019 mit Anando und Michael

Stress und unverarbeitete Traumata beeinträchtigen das natürliche Zusammenspiel von Empfinden, Fühlen und Denken. Das Seminar zeigt neue Wege auf, um in dieser Wechselwirkung wieder ein gesundes Gleichgewicht herzustellen. Wir präsentieren ein Verständnis dieser Zusammenhänge und vermitteln Werkzeuge, die es den Teilnehmern ermöglichen, die biologischen Mechanismen der Stressreaktion zu verstehen und die hohe Ladung der Stressenergie langsam und in kleinen Dosen abzubauen. Dabei werden wir die Funktionen des Nervensystems und seine kreative Selbstregulation kennenlernen.
Übungen, in denen wir lernen, einen sicheren Kontakt herzustellen, Körperempfindungen nachzuspüren, Erdung und Entladung zu erleben, Ressourcen zu finden und Halt zu spüren, lassen dich eine authentische Erfahrung deiner eigenen Fähigkeit zur Stressregulation machen.
 

Gesunde Grenzen und Kontakt – sich abgrenzen und öffnen
01. - 03. März 2019 mit Michael

Wir brauchen gesunde Grenzen. Sie sind nötig, um uns als eine eigene Persönlichkeit mit Bedürfnissen, eigenen Ideen, Gefühlen und einem sicheren Körpergefühl wahrnehmen zu können und uns selbst zu achten. Ohne solche Grenzen können wir uns nicht wirklich sicher im Kontakt mit anderen Menschen fühlen. In jeder Form von Begegnung können wir erst dann „Ja“ sagen, wenn wir auch „Nein“ sagen, d.h. uns abgrenzen können. Sonst entsteht ein unbefriedigendes „Jein“, also kein wirklicher Kontakt. Wir haben das Gefühl für gesunde Grenzen vielleicht schon in früher Kindheit verloren oder gar nicht erst entwickeln können und stecken dadurch in einem unverhältnismäßigen Anpassungsverhalten fest.
Auch kann unser Gefühl für gesunde Grenzen durch Unfälle, Operationen, Gewalteinwirkungen oder übergriffige Nähe verletzt worden sein. Nach solchen Ereignissen haben wir vielleicht nicht wieder zu einem Gefühl von Sicherheit und Entspannung zurückgefunden. Als Schutzmechanismus können sich allzu starre Grenzen entwickeln, die sich nicht mehr öffnen lassen und uns abschotten und isolieren. Unser Anliegen ist es, sichere und flexible Grenzen auf körperlicher und geistiger Ebene wieder zu spüren und sie im Hier und Jetzt herstellen zu können. Dabei unterstützen wir die Fähigkeit, unsere eigenen inneren Impulse wahrzunehmen und nach ihnen zu handeln. Wir werden den Umgang mit unseren Grenzen im inneren Erleben und im Kontakt mit anderen erforschen und neu gestalten.
 

Erden und Zentrieren – Gefühlen Halt geben
03. - 05. Mai 2019 mit Anando

Durch Erdung und Zentrierung finden wir einen Weg, Gefühle und innere Konflikte zu integrieren, ohne uns in ihnen zu verlieren. Wir stärken den Kontakt zum Körper, der die mit dem Konflikt einhergehende hohe Ladung wie ein Gefäß in sich enthalten und sie regulieren kann.
Somit erweitern wir unsere Kapazität, Emotionen auf eine gesunde Art zu spüren und sie wieder fließen zu lassen. Emotionen sind Gefühlsbewegungen, sie kommen und gehen. Wir können wählen: Weder müssen wir Gefühle übermäßig ausagieren, noch sie in unserem Körper als Stress und Spannung tragen. Achtsamkeit und Akzeptanz befähigen uns dazu, Gefühle zu erforschen, statt sie zu verdrängen. So können wir die darin gebundene Lebensenergie lösen und für uns nutzen. Wir verwenden sowohl erdende als auch zentrierende Atem- und Körperübungen und trainieren emotionale Regulation in Verbindung mit uns selbst und anderen.


Bewegen und Berühren – essenzielle Grundlagen für Stressregulation
14. - 16. Juni 2019 mit Michael

Nichts ist so vielschichtig in seiner Bedeutung für unser Wohlbefinden wie Bewegung. Sie steht direkt am Anfang unserer Entwicklung im Mutterleib. Das Wachstum des Körpers ist eine große Bewegung, ein Sichausdehnen und Formannehmen des Organismus. Bewegung ist der direkte Ausdruck unseres Gefühlslebens und der für diese Seminarreihe wohl wichtigste Aspekt: Unser Organismus bringt sich über Bewegung ins Gleichgewicht, baut Spannungen ab, bringt die Produktion wichtiger Hormone in Schwung, regt das Wachstum der Gehirnzellen an und vieles mehr. Nur durch Bewegungen können wir auf Veränderungen in unserer Umwelt reagieren, auf sie einwirken und uns mit ihnen auseinandersetzen.
Am Anfang unseres Lebens sind wir auf eingestimmte und unterstützende Berührung angewiesen, um emotionale und physiologische Regulationsfähigkeit zu erlernen und uns gesund zu entwickeln. Haben wir diese essenzielle Erfahrung nicht oder nur unzureichend gemacht, bildet sich ein dysreguliertes Nervensystem heraus, dass nur begrenzt mit Gefühlen und Stress umgehen kann.
Ebenso essenziell ist Berührung für die Entwicklung eines gesunden Körperbildes und unseres Gefühls für Grenzen.
Durch unterschiedliche Bewegungs- und Berührungsübungen erschließen wir uns diese Ressourcen neu und erleben neue Möglichkeiten, über Bewegung und Berührung in Kontakt zu treten, mit anderen zu kommunizieren und uns auszudrücken.


Angst als Freund – sich aufregen und beruhigen
19. - 21. Juli 2019 mit Anando

Gesunde Angst ist eine natürliche Reaktion, die uns auf potenziell gefährliche Situationen hinweist. Sie versetzt uns in Zustände erhöhter Energie und Wachsamkeit, damit wir auf Herausforderungen angemessen reagieren können.
Wenn wir aber oft schon bei kleinen Auslösern in Angst geraten und das zu unangemessen hoher nervlicher Anspannung führt, die sich nicht leicht wieder beruhigt, funktioniert die natürliche Regulation nicht mehr. Da wir häufig notgedrungen gelernt haben, die Angst nicht zu fühlen und zu zeigen, bleibt die hohe Erregung und die damit verbundene Spannung gebunden und es entwickeln sich Symptome, die sich körperlich auswirken und unser Verhalten bestimmen. Einerseits entsteht daraus ein Teufelskreis – die Angst vor der Angst lässt diese wie ein Monster erscheinen. Andererseits wird der Umgang mit der inneren Erregung zu einem Auslöser weiterer Angstreaktionen und führt zu Vermeidungsverhalten.
In diesem Seminar werden wir der Angst als Freund begegnen, sie erforschen und integrieren, sodass die negativen Wertungen den Umgang mit unserer Angst nicht mehr behindern.


Beziehungsdynamiken – von verletzendem Verhalten zum respektvollen Miteinander
06. - 08. September 2019 mit Anando und Michael

Wir werden untersuchen, wie frühere schwierige Bindungs- und Beziehungserfahrungen unser heutiges Verhalten bestimmen und wie wir uns dadurch in unheilvolle Beziehungsdynamiken verstricken. Dabei verstehen wir, auf welche Weise die körperlichen und emotionalen Stressreaktionen unseren Umgang mit Bedürfniskonflikten erschweren.
In Beziehungen werden oftmals eigene Wunden durch das Verhalten des anderen unbewusst berührt. Dies kann zu unangemessen heftigen Reaktionen bei uns selbst führen, die wiederum die schmerzlichen Erfahrungen des anderen aktivieren. Antworten darauf können sowohl starke Emotionen wie Aggressionen oder auch Gefühlslosigkeit, Rückzug, Vermeidung und andere Verhaltensweisen sein, die einen wirklichen Kontakt und einen verständnisvollen Umgang miteinander erschweren.
In diesem Seminar lernen wir, die Mechanismen und Trigger zu verstehen, die dabei eine Rolle spielen, sodass wir weder uns selbst noch andere immer wieder aufs Neue verletzen. Wir werden andere Handlungsmöglichkeiten kennenlernen, um klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen respektvollen und heilsamen Umgang miteinander ermöglichen – ohne Urteil und Scham.
Dieses Seminar eignet sich auch sehr gut für die gemeinsame Teilnahme von Paaren, die sich Werkzeuge aneignen möchten, um ihre Beziehungsdynamiken besser gestalten zu können.

 

Beginn jeweils am 1. Tag um 10.00 Uhr

Buchung

14.12.2018 - 08.09.2019

1920,00 €
500,00 €

Bei gewünschter Ratenzahlung 247 € pro Abschnitt

Nicht mehr buchbar

Aktuelle Seminare zu diesem Thema

Alle Seminare aus der Reihe sind auch einzeln buchbar.

Für die Seminarreihe ist es empfehlenswert, die angegebene Reihenfolge einzuhalten.

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