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Abendmeditation

Abendmeditation

Oshos Diskurse sind ohne Manuskript spontan und frei in dem Moment entstanden, als er zu seinen Schülern sprach. Es sind keine Vorträge, die „Wissen“ vermitteln wollen, und richten sich deshalb auch nicht an das rationale Denken. Es geht nicht um „Richtig“ und „Falsch“ oder „Gut“ und „Böse“.
Sie sind vielmehr – so könnte man es ausdrücken – Stimmungsbilder, die den Zuhörenden berühren und etwas in ihm auslösen. Er selbst sagte einmal dazu: „Du findest mich nicht in meinen Worten, sondern in den Pausen zwischen den Worten.“

So geht es bei dem Zuhören darum, die Diskurse mehr als eine Einladung zu begreifen, ganz in diesem Moment anzukommen, zu sich selbst: Jetzt – in diesem Augenblick. Es ist eher ein Zuhören mit dem Herzen oder dem Bauch als mit dem Verstand.
Immer wieder ist der Meditierende auf sich selbst zurückgeworfen, und die Stille wirkt wie ein Spiegel, in dem der Meditierende sich selbst entdeckt.

Die Abendmeditation findet täglich um 19.00 Uhr statt. Es ist eine Zeit, zu der für die meisten Menschen der Tag nach getaner Arbeit ausklingt und sich mit dem Beginn des Abends eine Welt neuer Möglichkeiten öffnet, die freie Zeit zu gestalten. In vielen spirituellen Schulen ist dies auch die Zeit, sich auf besondere Weise dem eigenen Wachstum zu widmen.

Solange Osho lebte, traf er zu dieser Zeit seine Schüler. In den ersten Jahren sah dieses Zusammentreffen so aus, dass er neue Schüler einweihte, ankommende Schüler begrüßte und abreisende verabschiedete. Auch gab es Gelegenheit für Fragen und Antworten. Diese bewegenden Gespräche sind in entsprechenden Tagebüchern festgehalten und publiziert. Immer wieder veränderte sich die äußere Form dieses Treffens im Laufe der Jahre hin zu den täglichen Abenddiskursen. Auch der Verlauf der Abenddiskurse unterlag ständigem Wandel, in dem unterschiedliche Elemente der Meditation als Ausdruck des lebendigen Austausches zwischen Meister und Schüler zum Ausdruck kamen.

Die Abendmeditation im UTA spiegelt diese verschiedenen Formen der Begegnung mit dem Meister insofern wider, als dass die einzelnen Wochentage entsprechend dieser Geschichte unterschiedlich gestaltet sind.

Allen Abendmeditationen ist gemeinsam, dass die Teilnehmer gebeten werden, für die Dauer der gesamten Meditation im Raum zu bleiben. Insbesondere geht es
darum, die Stille so weit wie möglich zu halten, damit sie tiefer gehen kann und nicht durch klingelnde Mobiltelefone, Sprechen, Husten, Schniefen oder auch unachtsame Bewegungen gestört wird.

Samstag: Abendmeditation mit Live Musik

Die Abendmeditation an diesen Tagen folgt einer bestimmten Absicht, die Osho mit „stop exercises to create silence“ (Stopp Übungen, um Stille zu kreieren) beschrieb, und bildet den wesentlichen Grundbaustein dieser Meditation.
Es geht hierbei darum, durch intensives Tanzen und Feiern Energie aufzubauen und dann mit einem plötzlichen Innehalten den Gegenpol – die Stille – umso klarer und tiefer spürbar werden zu lassen.
Das plötzliche Innehalten geschieht dadurch, dass die Teilnehmer bei der sich steigernden Musik plötzlich drei Mal laut „Osho“ rufen und danach in der Position verharren, in der sie sich gerade befinden, und für einen Augenblick total still bleiben.
Dann setzen sich die Meditierenden und hören einer Musik zu, die dem gleichen energetischen Muster folgt: Sie steigert sich und bricht plötzlich ab, um tiefer in die Stille zu führen. Dies wiederholt sich drei Mal und wird durch drei Trommelschläge beendet.
Danach beginnt der Videodiskurs.

Sonntag und Montag: Abendmeditation
Sonntag- und Montagabend beginnt die Meditation mit zehn Mi­nuten Musik, zu der auch getanzt werden kann.
Darauf folgen zehn Minuten Stille, und dann beginnt der Videodiskurs.

Dienstag und Freitag: Zen Diskurse
Die letzten vier Jahre seines Lebens sprach Osho ausschließlich über die Texte von Zen-Meistern. 1976 sagte Osho in einem Diskurs über Zen: „Zen schenkt der Welt eine gänzlich neue Form von Religiösität. Zen wird die Religion der Zukunft für die Menschheit sein … Es ist die natürliche Religion des Menschen, eine fast religionslose Religion, eine ,gott-lose‘ Religion.“

Die Abendmeditation an diesen Tagen beginnt auch mit einer ca. zehn Minuten dauernden Phase, in der Musik gespielt wird, zu der getanzt werden kann. Danach folgt eine zehn Minu­ten dauernde Stille, bevor der Videodiskurs beginnt.
Das besondere dieser Diskurse ist jedoch die von Osho angeleitete Abschlussmeditation: Mit einem Trommelschlag werden die Teilnehmer aufgefordert „Gibberish“ zu sprechen. Gibberish bedeutet, einfach nur Laute von sich zu geben, die keinerlei Bedeutung haben. Was immer für Gedanken sich im Gehirn formen, man wirft die ganze Energie in Form von Lauten und Gesten, die niemand verstehen und interpretieren kann, für einige Minuten aus sich heraus.
Mit einem zweiten Trommelschlag hält man plötzlich inne und Osho beginnt mit einer geführten Meditation: Er führt unmittelbar direkt in die Mitte, dem Platz der Stille, dem eigenen Zentrum.
Mit einem weiteren Trommelschlag erfolgt die Aufforderung sich fallen zu lassen: das sogenannte „Let Go“. Die Teilnehmer legen sich hin und entspannen sich völlig. Osho führt mit seinen Worten die Meditierenden in noch tiefere Schichten des Seins.
Mit dem letzten Trommelschlag setzen sich die Teilnehmer wieder auf.

Donnerstag:  Audiodiskurs von 1975 - 1981
In den frühen Jahren, als es noch keine Videotechnik gab bzw. sich gerade erst entwickelte, wurden die Diskurse auf Audiotapes aufgezeichnet. In dieser Zeit sprach Osho über die unterschiedlichsten Meister (z.B. auch Jesus) und beantwortete Fragen seiner Schüler und Besucher aus aller Welt.
Das Feuer und die Intensität dieser frühen Diskurse sind so außergewöhnlich, dass sie ein Geschenk und eine Inspiration für jeden Zuhörer sind.

Abendmeditation

Themen und Termine

Abendmeditation

Beginn um 19:00 Uhr
Preis:
€ 5,00